Anton Fichtlmeier zu Gast bei der Bezirksgruppe Kassel 

Kennen Sie das? Der Hund geht seine eigenen Wege, "hört" nicht, interessiert sich für alles andere, nur nicht für seinen Führer? Warum verhalten sich Hunde so? Und wie kann man diesem Desinteresse entgegenwirken? Wie können Sie sich interessanter machen? Diese Fragestellung dominierte den Themenabend mit dem bekannten und besonders in jagdlichen Kreisen beliebten Hundetrainer Anton Fichtlmeier aus Berg am Starnberger See. Anton Fichtlmeier folgte Anfang Juli 2009 der Einladung der Bezirksgruppe Kassel nach Schauenburg - Hoof um dort interessante Tipps und Tricks der Hundeerziehung zum Besten zu geben. 

Die BG Kassel organisierte diese Veranstaltung zusammen mit der Zeitschrift "Wild und Hund", was für sich schon eine gut besuchte Veranstaltung garantierte. Das der Saal des "Vereins-Gasthaus" Himmel dann bis zum Bersten mit Fachpublikum gefüllt war, sprengte alle Erwartungen. Unter den gut 130 Zuhörer waren zahlreiche Züchter, Hundetrainer und auch zum großen Teil Führer von jagdlichen Hunden. Pünktlich um 19:00 Uhr startete Fichtlmeier sein rhetorisches Feuerwerk und heizte seinem Publikum nicht nur mit Charme und Esprit sondern auch mit Witz und nachdenklichen Anekdoten kräftig ein. Immer wieder unterbrochen durch Applaus und interessierte Zwischenfragen erläuterte Fichtlmeier sein Erziehungskonzept, welches auf positiver Bestätigung basiert, was er an Hand von Videos und körpersprachlich brillantem Vortrag anschaulich vermitteln konnte. Seine Beispiele für eine richtig und falsch angewendete Binär-Sprache bei der Hundeerziehung haben sicher den einen oder anderen Gast hellhörig werden lassen und zum (Um)-Denken bewegt. Die eindrucksvollste These von Fichtlmeier lautet: "Erzieht Eure Hunde nicht zum hinterherjagen, sondern erreicht sie im Kopf, damit ihr Spaß am gemeinsamen jagen haben könnt". Seine Methode ist sicher nicht nur für Jäger und jagdlich geführte Hunde interessant sondern bietet für jeden Hundehalter, egal ob Welpen-Besitzer oder Führer von ausgewachsenen Hunden zahlreiche Ansatzpunkte zur Optimierung der Ausbildung. Besonders anschaulich verdeutlichte er das mit der Aussage: "Beschäftigt Euch mit Euren Hunden und nehmt Eure Verantwortung wahr, damit aus Euren treuen Jagdkameraden keine Tiere werden die mit 2 Jahren bereits tote Augen haben. Erklärt Ihnen Eure Welt; Eure Hunde warten darauf!" Geplant war ein drei -stündiger Vortrag mit zwei Pausen. Trotz der drückenden Hitze im Saal erfreute uns Fichtlmeier mit einem knapp 4,5-stündigen sehr kurzweiligem Programm, welches nur durch eine Pause unterbrochen wurde. 

Wie zu erwarten war, war unser Referent sowohl in der Pause als auch nach der Veranstaltung umringt von interessierten Zuhörern, denen er gerne mit Rat und Tat behilflich war. Kurz vor Mitternacht endete dann ein sehr interessanter, spannender und erfolgreicher Abend für die BG Kassel. Selbstverständlich haben wir die Gelegenheit auch dazu genutzt um unsere Aktivitäten rund um die Spaniels zu publizieren und den Jagdspaniel-Klub wieder einmal im Raum Kassel im positiven Sinne in Erinnerung zu bringen. Auf Grund der mehr als positiven Resonanz der Teilnehmer, welche übrigens aus dem Raum von Giessen über Marburg und Kassel bis nach Göttingen angereist waren, planen wir nun bereits für das nächste Jahr ein zwei-tägiges Seminar mit Fichtlmeier. Unser Klub-Lokal bietet dafür das absolut geeignete Umfeld mit seiner guten Küche, dem riesigen Außen-Gelände und dem gut ausgestatten Schulungssaal. Ich bin sicher, dass dieser Themenabend allen Gästen nicht nur in guter Erinnerung bleiben wird sondern auch neue Impulse in der Hundeerziehung geben konnte. 

Konrad Hecker, BG-Sprecher der BG Kassel  

 

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Stand: 25. Dezember 2009                    copyright by Cocker Spaniels "vom Wichtelkönig" / Birgit Antonoff und Konrad Hecker, Poststraße 42,  34289 Zierenberg